Walter Gehmann, Firmengründer

1937 entwickelte Walter Gehmann in Zusammenarbeit mit dem Optiker Franz Rodeck in Karlsruhe die weltweit erste Schießbrille mit schräggestelltem Glas. Mit dieser speziellen Brille erreichen fehlsichtige Schützen ein exaktes Zielbild und eine Entlastung des Zielauges.

1953 entwickelte Walter Gehmann dann seine legendäre Iris-Diopterscheibe, mit der alleine er noch sieben deutsche Meistertitel gewann. Bis zum heutigen Tag hat die Firma Gehmann dieses Grundprinzip immer weiter optimiert und zu einem High-Tech-Produkt der Schießsporttechnik entwickelt.

Gehmann - ein Name steht für Erfolg im Schießsport


1949 gründete Walter Gehmann eines der heute international erfolgreichsten und weltweit bekanntesten Schießsport-Unternehmen. Dem Erfindungsreichtum unseres Firmengründers und seiner engen Verbundenheit zum Schießsport verdanken wir permanente Innovationen. Das ist die Basis unseres Erfolges.

Bis heute ist Walter Gehmann der Einzige, welcher Weltmeister wurde, den Silbernen Lorbeer erhielt und auch Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes (DSB) ist. Nicht nur als Schütze und später Nationaltrainer, sondern auch als Initiator der Wiedergründung des DSB nach dem 2. Weltkrieg baute er stetig seinen Einfluss im Schützenwesen aus. Er verstand es, Erfahrungen und Erkenntnisse mit Weiterentwicklungen zu verknüpfen. Mit seiner Geschäftsgründung startet eine einzigartige Erfolgsreihe von Innovationen im Schießsport, die bis heute ununterbrochen andauert. Neben den sportlichen Erfolgen (Weltmeistertitel, 3 Weltrekorde, Europameistertitel und 24 deutsche Meisterschaften) machte Walter Gehmann schon 1936 mit einem Präzisionsdiopter von sich reden. Viele Dinge, die ein Gewehrschütze heute ganz selbstverständlich nutzt, gehen auf die Ideen und den Erfindungsreichtum von Walter Gehmann zurück. Davon zeugen über 110 nationale und internationale Patente. Walter Gehmann entwickelte und patentierte so beispielsweise das berühmte KK-Match-Gewehr­ 54 von Anschütz und das Modell 66 von Mauser. Die langjährige Zusammenarbeit mit den Firmen Feinwerkbau und Walther ist ebenfalls bezeichnend für den innovativen Einfluss von Walter Gehmann auf dem Sportwaffen-Sektor.

Nach Abschluss des Hochschulstudiums 1987 bekam die Firma Gehmann tatkräftige Unterstützung durch den diplomierten Volkswirt Markus Gehmann. Vater und Sohn ließen sich seither von dem Gedanken der Innovation als Grundlage ihres unternehmerischen Handelns leiten, um der Firma Gehmann auch in Zukunft eine marktführende Position zu garantieren. Viele neuentwickelte Produkte sind das Ergebnis eben dieses Teamgeistes, sodass der oben erwähnte Leitgedanke selbstverständlich auch nach dem Tod von Walter Gehmann das Firmenkonzept des Geschäftsführers Markus Gehmann entscheidend prägt.

Pionierarbeit leistete die Firma Gehmann auch auf dem Gebiet der Presslufttechnik mit der Einführung der ersten modernen Pressluftpistole von Morini, der ersten modernen Presslufthandpumpe und weiterem Zubehör, das dieser Waffentechnik zum Durchbruch verhalf. Dass der Name Gehmann in Schießsportkreisen als Inbegriff für Qualität steht, verpflichtet. Daher geben wir Ihnen z.B. auf alle unsere Iris-Diopterscheiben (auch mit Filtern) gerne die vom Gesetz höchstzulässige Garantiedauer von 30 Jahren!

Überzeugende Ergebnisse bei Olympiaden und Weltmeisterschaften sprechen für sich und sind der beste Beweis für die erstklassige Qualität unserer Produkte. Unsere kompetenten Mitarbeiter stehen Ihnen gerne mit perfektem Service rund um den Schießsport zur Seite.


Über unseren Firmengründer Walter Gehmann

Werdegang:
  • 1912: geb. 21.09.1912 in Bremerhaven
  • 1929: erster Kontakt zum Sportschießen, Mitglied der SG Müllheim, Badischer Meister in der Jugendschützenklasse
  • 1935: erster Deutscher Meistertitel, Mitglied der Nationalmannschaft und Teilnehmer an der WM in Rom
  • 1937: Teilnehmer an der WM in Helsinki
  • 1939: WM in Luzern: Weltmeister im Armeegewehrschießen 300m, 40 Schuss liegend, Weltrekord mit 376 von 400 möglichen Ringen
  • 1951-1953: Bundessportleiter des Deutschen Schützenbundes
  • 1952: Olympiateilnehmer Helsinki und Teilnehmer an der WM in Oslo
  • 1953-1960: Bundestrainer der deutschen Gewehr-Schützen
  • 1954: Silbernes Lorbeerblatt des Bundespräsidenten (als erster Sportschütze) und Teilnehmer an der WM in Caracas
  • 1955: Rücktritt von der aktiven Laufbahn als 24-facher Deutscher Meister, davon 7 Titel nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem Krieg engagierte sich Walter Gehmann, um seinem Sport auf die Beine zu helfen. Im April 1951 trommelte er alte Freunde, Schützenkameraden und ehemalige Verbandsfunktionäre zusammen, um in Bad Nauheim die Wiedergründung des Deutschen Schützenbundes einzuleiten. Seine Bemühungen führten schließlich zur Wiedergründung am 16. September 1951. Als die Internationale Schützenunion den Start einer deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki erlaubte, ging es mit dem nationalen Schießsport wieder aufwärts.

Für Walter Gehmann begann damit eine Karriere als Funktionär.
Der damals 40-jährige wurde Bundessportleiter, und auch die erste Sportordnung trug seine Handschrift. Als erster Schütze erhielt Walter Gehmann 1954 das Silberne Lorbeerblatt vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss persönlich. Ein
Jahr später übernahm er die Firma vom Hofe und damit die Patrone 5,6 x 61 Super Express. Er konstruierte dann die Patronen 7 x 66 SE und 7 x 75 RSE.
Von 1953-1960 betreute der Multi-Meister als erster Gewehr-Bundestrainer die deutschen Schützen.

In dieser Zeit betrieb Walter Gehmann zusammen mit dem ersten deutschen Schwergewichts-Boxweltmeister und Idol Max Schmeling in einem gemeinsamen Unternehmen Leuchtreklamen in Hamburg auf der Reeperbahn und in Berlin auf dem Kurfürstendamm. 1955 ließ er dann seine aktive sportliche Laufbahn ausklingen. An den Europameisterschaften in Bukarest nahm er schon nicht mehr teil. Aber er gewann als 43-jähriger seine 24. Deutsche Meisterschaft (Kleinkalibergewehr liegend - 398 von 400 Ringen).

Leider verstarb Walter Gehmann 2012 im Alter von 99 Jahren.

Früh übt sich:
Walter Gehmann führt seinen Sohn in die Materie des Schießens ein

Ab den 40er Jahren entwickelte Walter Gehmann als erster Deutscher spezielle Schießbekleidung. Zuerst eine Schießjacke (1939), später dann auch Schießriemen, Schießhandschuhe und Schießschuhe.

Es folgten 1956 das weltweit erste Iris-Ringkorn und 1958 der Fünf-Farben- Filter.

Als Beispiel für unser Streben nach kontinuierlicher Weiterentwicklung eine kleine Auswahl von Schutzrechten der jüngeren Vergangenheit:

  • Sechs-Farben-Filter
  • Feststell-Diopter
  • Iris-Ringkorne „Two in One“
  • Rechteck- Quadrat-Korne
  • Visierlinienerhöhung „Multi“
  • Zylinderlinsensystem "ZLO"
  • Superfilter AOS MicroSight und viele mehr...

Wir führen